Der FC Steckborn informiert über den aktuellen Stand des Projekts

Im April teilte der Stadtrat in einem Bericht im „Bote vom Untersee“ mit, dass ein Teil des diesjährigen Finanzüberschusses für den Bau des Sportplatzes verwendet werden soll. Konkret plant die Stadt, den Überschuss von etwa 1 Million Franken in einen Finanzierungsfond für einen neuen Sportplatz einzubezahlen. Ein solcher Entscheid muss jedoch auch von der Bevölkerung abgesegnet werden. Das Stimmvolk entscheidet am 27. Juni über die Verwendung des Überschusses.

Die Zeit drängt

Der Verein hofft derweil, dass dies nun endlich der erwartete Durchbruch für den Bau eines neuen Sportplatzes ist. Denn das Projekt steht unter Zeitdruck: Die Schenkung für das Land, auf dem die Anlage gebaut werden soll, ist nur bis 2023 gültig. Mit einer erfolgreichen Abstimmung in diesem Monat würde der Fussballclub seinem Ziel einen weiteren Schritt näher kommen. Klar ist jedoch auch, dass der FC Steckborn bei vielen Prozessen kaum eingreifen kann. Momentan müssen beispielsweise die raumplanerischen Nachweise, die der Kanton nach der zweiten Vorprüfung verlangt hat, akzeptiert werden.

Trotzdem: Nachdem es lange ruhig um den neuen Sportplatz war, darf diese Meldung aus dem Stadtrat sicherlich als positives Zeichen gewertet werden, so dass der Verein seinen Mitgliedern endlich eine neue Sportanlage bieten kann. Denn das Projekt ist beim FC Steckborn schon lange Thema. Bereits in den 1950er-Jahren wurde in einer Vorstandssitzung erwähnt, dass der aktuelle Fussballplatz auf dem Emmig zu klein ist. Das Clubhaus – eigentlich eine Schulbaracke, die älter als der Sportplatz ist – ist sichtlich in die Jahre gekommen. Die vier Garderoben sind zu klein und befinden sich in einem schlechten Zustand. Sie reichen kaum aus, um die Heim- und Gastmannschaften an Spieltagen zu beherbergen. Auch die sanitären Anlagen entsprechen nicht dem heutigen Standard und dies ist einem Verein dieser Grösse nicht würdig.

Ein Signal für die Region

Der FC Steckborn bietet momentan zwei Aktivmannschaften, ungefähr 20 Senioren und über 120 JuniorInnen einen Ort für die Durchführung ihres Hobbys. Die SpielerInnen kommen dabei aus der ganzen Region, egal ob Berlingen, Mammern, Hörhausen, Frauenfeld oder wie der Trainer der ersten Mannschaft, sogar aus St. Gallen.

Mit der Abstimmung vom 27. Juni wird noch nicht darüber entschieden, ob ein neuer Sportplatz gebaut wird. Es wird lediglich abgewogen, ob der Finanzüberschuss in einen Finanzierungsfond für den Bau eines neuen Sportplatzes fliessen soll. Dieses Geld ist dann aber nicht an den Bau eines neuen Sportplatzes gebunden. Falls es anderweitig benötigt wird, kann es wieder vom Finanzierungsfond abgezogen werden. Das Abstimmungsergebnis wäre jedoch ein wichtiges Signal, das zeigt, dass es nach über 70 Jahren Zeit für den Bau eines neuen Sportplatzes ist.

Veröffentlicht im Bote vom Untersee und Rhein am 08.06.2021